Das SkyTeam-Mitglied Aerolineas Argentinas war früher ein warnendes Beispiel. Seit 2008 in Staatsbesitz. Achtzehn Jahre Geldverschwendung. Die Regierung ließ das Licht an. Der Schlüssel zum Erfolg wurde nie ganz übergeben.
Dann hat sich etwas verändert.
Im Jahr 2024 erzielte die Fluggesellschaft einen Gewinn von 56,6 Millionen US-Dollar. 2025? Unglaubliche 112,7 Millionen US-Dollar. Dies war auch das erste Mal seit der Verstaatlichung, dass die Fluggesellschaft ohne staatliche Rettungsmaßnahmen überlebte. Die Wende ist real. Und jetzt fließt das Geld direkt in Metall und Sitze.
Bis 2031 will Aerolineas Argentinas seine Flotte um zwanzig brandneue Jets erweitern. Die aktuelle Flotte, die rund achtzig Airbus A330, Boeing 737 und Embraers umfasst, steht vor einem großen Modernisierungsschub. Aber es geht nicht nur darum, Flugzeuge hinzuzufügen. Es geht darum, zu reparieren, was Passagiere tatsächlich berühren.
Wie Aerolineas Argentinas seine Flotte um 20 neue Jets erweitert
Der Plan basiert auf Leasingverträgen und nicht auf Direktkäufen, was die Dinge beschleunigt. Hier ist die Aufschlüsselung der eingehenden Hardware:
- Sechs Airbus A330-90neo: Diese Großraumflugzeuge werden zu den bestehenden zehn A330-200-Schwergewichten hinzukommen. Die Auslieferungen beginnen im ersten Halbjahr 2028.
- Vierzehn Boeing 737 MAX-Flugzeuge: Dieser Teil ist auf sechs 737 MAX8 und acht 737MAX10 aufgeteilt. Sie verstärken eine Flotte, die bereits fünfzehn MAX8 sowie ältere -700er und -800er umfasst.
Die MAX8 kommen im ersten Quartal 207 an. Die MAX10 folgen im Jahr 2028, sofern die Zertifizierung reibungslos verläuft. Es sollte. Die Luftfahrtwelt hat auf diesen Kapazitätsschub gewartet.
Warum die spezielle Mischung? Der A330neo zielt auf die Langstreckenstrecken ab, die für internationales Ansehen und Ertrag wichtig sind. Die MAX-Familie bewältigt den häuslichen und regionalen Bedarf und ersetzt alternde Narrowbodies durch bessere Kraftstoffeffizienz und geringere Wartungskosten. Es ist ein pragmatischer Schritt für ein Transportunternehmen, das schlank bleiben möchte.
Was Sie in der neuen Business-Class-Kabine erwartet
Jahrelang bedeutete das Fliegen in der Business Class der Aerolineas Argentinas, auf abgewinkelten 2-2-2-Sitzen zu sitzen. Du könntest dich sozusagen hinlegen. Es fühlte sich veraltet an. Nicht wettbewerbsfähig. Die Passagiere wussten es. Die Branche wusste es.
Das endet im Jahr 2028.
Die neuen A330-90neys werden über 30 vollständig flache Business-Class-Sitze verfügen. Das Layout? Dreißig Business, vierundzwanzig Premium Economy, zweihundertsiebenunddreißig Economy. Gesamt: 291 Sitzplätze.
Die Hardware stammt von Vantage. Insbesondere ihre XL-Sitze. Gestaffelt. So wie es ITA Airways auf ihrer eigenen A330-90neo-Flotte nutzt. Dies ist keine auf Vermutungen basierende Nachrüstung. Es ist ein Copy-Paste einer bewährten Konfiguration mit hohem Komfort.
Doch die neuen Flugzeuge sind nicht der einzige Vorteil. Die Fluggesellschaft gibt 65 Millionen US-Dollar für die Nachrüstung bestehender A330-20os aus. Das Ziel? Harmonisieren Sie das Produkt. Sie sollten auf dem älteren Bügeleisen den gleichen Luxus spüren wie auf dem neuen. Keine störenden Unterschiede mehr zwischen Vintage und Moderne.
Wo WLAN zuerst Einzug hält
Die Konnektivität war ein eklatantes Loch. Nicht mehr.
Ab 207 wird Aerolineas Argentinas WLAN in der gesamten Flotte einführen. Die Prioritätsreihenfolge ist sinnvoll: zuerst die Widebodys, dann die Narrowbodys.
- Phase Eins: Airbus A33os. Lange Flüge erfordern Internet.
- Phase Zwei: Boeing 737 und Embraer E19os.
Der Technologiepartner ist Intelsat. Sie sorgen für Multi-Orbit-Konnektivität mithilfe elektronisch gesteuerter Array-Antennen. Das bedeutet, dass die Schüssel nicht mechanisch gedreht werden muss. Es zeigt sich per Software. Schnellere Einrichtung. Mehr Zuverlässigkeit.
Warum ist das für eine staatliche Fluggesellschaft in Argentinien wichtig? Weil Geschäftsreisende es verlangen. Weil Freizeitreisende es streamen. Denn eine moderne Fluggesellschaft besteht nicht nur aus Transport. Es ist ein Büro im Himmel. Zumindest muss es so sein.
Steht Aerolineas Argentinas vor der Wende?
Die Zahlen sagen ja. Die Flugzeuge sagen ja.
Von fast zwei Jahrzehnten Verlusten bis hin zu sechsstelligen Gewinnen ist der operative Wandel unbestreitbar. Die Investition in den A330neo und die 737 MAX ist nicht nur ein Eitelkeitsprojekt. Es ist eine Überlebensstrategie. Effiziente Motoren verbrauchen weniger Kraftstoff. Bessere Kabinen erfordern höhere Tarife. WLAN wird zur Standarderwartung.
Werden die A330-9neoes pünktlich eintreffen? Hoffentlich. Die Lieferketten in der Luftfahrt sind immer noch chaotisch. Entsprechen die Nachrüstungen der älteren Flotte dem neuen Standard? Die Zeit wird es zeigen.
Aber zum ersten Mal seit langer Zeit sieht es so aus, als ob es bei Aerolineas Argentinas vorangeht. Nicht nur über Wasser bleiben. Vorausfliegen.
Glauben Sie, dass die versetzten Vantage-Sitze auf dem wettbewerbsintensiven Langstreckenmarkt Südamerikas herausragen werden? Oder wird es nur ein weiterer Schritt in Richtung Parität sein?
Die Flugzeuge stehen im Bestellbuch. Die Plätze sind ausgesucht. Jetzt kommt der schwierige Teil. Damit alles funktioniert.


























