US-Zölle und hitzige Rhetorik haben nicht wirklich alle abgeschreckt. Nicht ganz.
Ein neuer Bundesbericht bestätigt dies. Letztes Jahr machten noch 16 Millionen Kanadier die Reise.
Diese Zahl ist gegenüber 2023 um einundzwanzig Prozent gesunken. Vor allem, weil die Menschen aufgehört haben, über die Grenze zu fahren. Die Landankünfte sanken um dreißig Prozent. Flugreisen? Nur elf Prozent gesunken. Der Rückgang war stark genug, um Kanada vom Spitzenplatz zu verdrängen. Mexiko belegte mit fast achtzehn Millionen Ankünften den ersten Platz.
Aber warte.
Schauen Sie sich an, wer geblieben ist. Die Regierung hat gerade neue Daten zu Landübergängen veröffentlicht. Es erzählt eine spezifische Geschichte über Resilienz. Oder Sturheit.
Immer mehr Kanadier überqueren die Grenze für Dinge, die sie tun müssen. Besuch bei der Familie. Geschäftsbetrieb. Der Anteil der Reisen für Familien, Alleinreisende oder Kollegen stieg im Verhältnis zur Gesamtzahl.
Wer ist zu Hause geblieben? Urlauber. Menschen schleppen ihre Reisegruppen herüber. Freunde reisen in Rudeln. Sie wurden dünner.
Warum?
Weil Freizeit optional ist. Verpflichtungen sind es nicht.
Familiäre und geschäftliche Bindungen lassen sich schwerer lösen als Urlaubspläne.
Der Boykott diente der Freizeitgestaltung. Den Rest hat es nicht berührt. Nicht ganz. Die Grenze bleibt durchlässig für diejenigen, deren Gründe über die Entspannung hinausgehen.
Wer weiß, ob das nächstes Jahr so bleibt. Tarifverschiebung. Stimmungen ändern sich. Die Leute gehen hinüber, wenn sie können. Oder wenn sie müssen.
Es ist selten ein sauberer Bruch.
