Für die ikonischen Landschaften der Dolomiten ist kein Mietwagen erforderlich. Tatsächlich wird das Erlebnis durch das Weglassen eines davon sanfter, entspannter und authentischer. Die italienische Region Trentino-Südtirol verfügt über ein bemerkenswert effizientes öffentliches Verkehrsnetz – Züge, Busse und ein Netz von Seilbahnen – das Sie ohne den Stress des Verkehrs oder kurvenreicher Bergstraßen zu wichtigen Zielen bringt.

Warum das Auto stehen lassen?

Autofahren in den Dolomiten kann eine Herausforderung sein. Viele Innenstädte sind autofrei und die Parkmöglichkeiten sind begrenzt. Noch wichtiger ist, dass das öffentliche System der Region auf Touristen ausgelegt ist. Die kostenlosen oder ermäßigten Touristenkarten, die Übernachtungsgästen zur Verfügung stehen, beinhalten unbegrenzten Zugang zu regionalen Verkehrsmitteln und machen die Erkundung bequem und kostengünstig.

Ausgangspunkte: Bozen, Trient und Venedig

Die meisten autofreien Dolomiten-Reiserouten beginnen mit einem Zug nach Bozen oder Trient, beide gut mit der Hochgeschwindigkeitsbahn verbunden. Viele Reisende starten auch von Venedig, das trotz seiner Lage in der Nachbarregion Venetien Verbindungen zu beliebten Zielen bietet.

Hinweis: Die Region ist zweisprachig (Italienisch und Deutsch), daher erscheinen Ortsnamen oft in beiden Sprachen (z. B. Brixen). Seien Sie sich dessen bewusst, um Verwirrung zu vermeiden.

Bozen: Tor zu den Bergen

Bozen ist mit den Hochgeschwindigkeitszügen Trenitalia und Italo gut erreichbar. Vom Bahnhof aus sind Sie nur einen kurzen Spaziergang vom historischen Zentrum entfernt, in dem sich das Südtiroler Archäologiemuseum (mit Ötzi, dem Mann aus dem Eis), mittelalterliche Burgen und Italiens größter Weihnachtsmarkt befinden.

Drei Seilbahnen in der Nähe von Bozen ermöglichen einen schnellen Zugang zu den Bergerholungsgebieten:

  • Ritten: Drei Gehminuten vom Bahnhof entfernt, mit Zugang zur malerischen Rittner Bahn.
  • Andere Linien: Bieten einfachen Zugang zu Wanderwegen und zum Skifahren.

Jenseits von Bozen: Wichtige Reiseziele

Mehrere charmante Städte sind von Bozen aus mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar:

Brixen

Brixen, eine Bilderbuchstadt mit mittelalterlicher Architektur, liegt eine 40-minütige Zugfahrt von Bozen entfernt. Das historische Zentrum bietet lebhafte Restaurants und eine gute Anbindung an den Berg Plose durch regelmäßige Busverbindungen.

St. Ulrich/Urtijëi/St. Ulrich

Eine Stunde mit dem Bus von Bozen entfernt liegt St. Ulrich in Gröden und ist über die Seceda-Seilbahn mit dem Dolomiti Superski-Gebiet (über 29.000 Hektar befahrbares Gelände) verbunden. Die Seilbahn St. Ulrich – Seiser Alm ermöglicht den Zugang zum höchstgelegenen Alpental Europas.

Meran/Meran

Diese Anomalie einer Stadt verfügt über ein mildes mediterranes Klima, üppige Gärten und Thermalbäder. Regionalzüge von Bozen erreichen Meran in etwa 45 Minuten und der Bus Nr. 1 bietet Zugang zum Skigebiet Meran 2000.

Trient und darüber hinaus: Erreichen von Madonna di Campiglio

Wenn Sie nach Norden reisen, kommen Sie wahrscheinlich durch Trient, das für seinen Wein, seine Festung und seine Kathedrale bekannt ist. Von Trient aus benötigt der Bus B201 zwei Stunden, um das gehobene Skigebiet Madonna di Campiglio zu erreichen, wo drei Lifte vom Stadtzentrum abfahren.

Venedig nach Cortina d’Ampezzo

Für diejenigen, die in Venedig starten, verbinden Hochgeschwindigkeitszüge Ziele wie Cortina d’Ampezzo und bieten so eine direkte und effiziente Verbindung zu dieser berühmten Bergstadt.

Fazit: Die Dolomiten sind ohne Auto leicht zu erreichen und angenehm. Das öffentliche Verkehrssystem der Region bietet eine stressfreie, nachhaltige und intensive Möglichkeit, die atemberaubenden Landschaften und charmanten Städte Norditaliens zu erkunden.