Die Immobilienredaktion der New York Times hat ihre langjährige Kolumne „Living In“ überarbeitet und ihren Fokus von den Vororten von New York City auf Reiseziele im ganzen Land ausgeweitet. Ziel der überarbeiteten Serie ist es, den Lesern eindringliche Porträts einzigartiger Orte zu bieten und denjenigen, die über einen Umzug nachdenken, ein Gefühl für verschiedene Gemeinschaften zu vermitteln.
Die Entwicklung des „Lebens in“
„Living In“ wurde ursprünglich in den 1980er Jahren ins Leben gerufen und deckte zunächst nur Stadtteile ab, die in Pendlerentfernung zu New York City liegen. Dabei ging es darum, datengesteuerte Einblicke in lebenswerte Bereiche zu liefern. Durch die jüngste Umstrukturierung wurde der Umfang der Kolumne erweitert und umfasst nun ein breiteres Spektrum von Städten mit besonderen Merkmalen.
Ein neuer Ansatz zur Städteauswahl
Herausgeber Michael Kolomatsky erklärte den aktualisierten Auswahlprozess: Anstatt sich ausschließlich auf demografische Trends oder „Hot Spots“ zu konzentrieren, legt das Team Wert darauf, Orte mit überzeugenden Erzählungen zu finden. Das bedeutet, Standorte auf der Grundlage einzigartiger Merkmale auszuwählen – etwa feuersichere Gemeinden, charmante Kleinstädte oder florierende Künstlerviertel – und dann zu untersuchen, was sie zu etwas Besonderem macht.
„Zuerst haben wir uns viele Daten angesehen … Wo sind unsere Leser? Wohin ziehen die Menschen? Aber es war zu schwierig, umfassend zu sein. Jede Stadt verändert sich ständig.“
— Michael Kolomatsky, Herausgeber von „Living In“
Die Kolumne beginnt nun mit einer „impressionistischen“ Einleitung, die einen Eindruck von der Atmosphäre der Stadt vermittelt, bevor sie mit praktischen Informationen endet. Ziel ist es, ein Gleichgewicht zwischen eindrucksvollem Geschichtenerzählen und hilfreichen Details zu finden.
Warum das wichtig ist
Die Fokusverlagerung spiegelt einen breiteren Trend im Lifestyle-Journalismus wider: Über einfache Daten hinausgehen und immersives Storytelling in den Vordergrund stellen. Dieser Ansatz trägt der Tatsache Rechnung, dass Umzugsentscheidungen selten rein rational sind und oft von einer emotionalen Bindung bestimmt werden. Die „Living In“-Reihe erkennt an, dass potenzielle Bewohner einen Ort fühlen müssen, bevor sie sich für einen Umzug entscheiden.
Die Entwicklung der Kolumne verdeutlicht auch die zunehmende Fluktuation der städtischen Bevölkerung, da die Menschen zunehmend über die traditionellen Pendlerzonen hinaus abwandern. Durch die Berichterstattung über verschiedene Städte greift die New York Times diesen Trend auf und bietet Lesern, die über einen Tapetenwechsel nachdenken, wertvolle Einblicke.
Die neu gestaltete Kolumne „Living In“ unterstreicht die Bedeutung der Erzählung bei der Erkundung urbaner Landschaften. Es legt nahe, dass das Verständnis der Essenz eines Ortes – seiner einzigartigen Qualitäten und der Geschichten, die er birgt – genauso wichtig ist wie Statistiken, wenn es darum geht, zu entscheiden, wo man sein Zuhause nennt.
