Ein ehemaliger leitender Angestellter einer Fluggesellschaft hat IndiGo öffentlich kritisiert, nachdem das Unternehmen einen Inlandsflug aufgrund einer seiner Meinung nach schlecht bewältigten fortlaufenden Verspätung verpasst hatte. Vijay Gopalan, ehemaliger CFO von AirAsia India, behauptet, die Fluggesellschaft habe ihn trotz ständiger Änderungen der Abflugzeit und unzureichender Kommunikation im Stich gelassen. Der Vorfall verdeutlicht die wachsende Spannung zwischen starren Fluglinienrichtlinien und realen betrieblichen Herausforderungen.

Der Vorfall: Eine Kaskade von Verzögerungen

Am 5. Februar 2026 sollte Gopalan den IndiGo-Flug 6E7268 von Tiruchirappalli (TRZ) nach Chennai (MAA) fliegen. Er checkte online ein und kam gegen 13:00 Uhr am Flughafen an, um planmäßig um 14:55 Uhr abzufliegen. Er ging in die Flughafenlounge, wo er weiter arbeitete und gleichzeitig den Flugstatus überwachte.

Die Abfahrtszeit verschob sich wiederholt: zuerst auf 15:10 Uhr, dann auf 15:15 Uhr und schließlich auf 15:25 Uhr. Auf der Fluganzeige wurde „Sicherheit“ als Status angezeigt, was Gopalan zu der Annahme veranlasste, dass das Boarding noch nicht begonnen hatte. Er blieb in der Lounge und vermutete, dass das Tor in der Nähe sei und die Situation noch ungeklärt sei.

Um 15:05 Uhr rief ein Mitarbeiter von IndiGo an, um ihm mitzuteilen, dass der Flug bereits abgeflogen sei. Der Anruf war keine Warnung, sich zu beeilen, sondern eine Bestätigung, dass er ihn verpasst hatte. Als er das Gate erreichte, wurde Gopalan von einem Gate-Agenten mit Vorwürfen konfrontiert, der behauptete, sein Lounge-Besuch sei ein Vorwand für die Verspätung des Fluges.

Das Kernproblem: Kommunikationszusammenbruch

Der Vorfall offenbart einen kritischen Fehler im Umgang der Fluggesellschaften mit ständigen Verspätungen. Während die Richtlinie von IndiGo verlangt, dass Passagiere 20 Minuten vor Abflug am Gate sind, argumentiert die Exekutive, dass solche Regeln unangemessen seien, wenn die Abflugzeiten instabil seien.

„Wenn Sie eine fortlaufende Verspätung haben und der Abflugmonitor einen Flug nicht als Boarding anzeigt, ist es nicht unangemessen, davon auszugehen, dass Sie noch Zeit haben.“

Auch die verspätete Benachrichtigung der Fluggesellschaft ist fraglich. Einen Passagier anzurufen, nachdem der Flug abgeflogen ist, hat keinen praktischen Zweck und erhöht die Frustration. Die unverblümte Reaktion des Gate-Personals verdeutlicht zusätzlich den Mangel an Einfühlungsvermögen gegenüber den Kunden.

Systemischer Druck auf das Personal an vorderster Front

Die Konfrontation könnte auf einen umfassenderen betrieblichen Druck auf die Mitarbeiter von IndiGo zurückzuführen sein. Die Fluggesellschaft ist für ihr Low-Cost-Modell bekannt, was oft zu einer minimalen Flexibilität beim Kundenservice führt. Darüber hinaus könnte das Personal an vorderster Front nach den jüngsten Vorfällen, bei denen Passagiere ihre Wut auf sie fehlgeleitet haben, demoralisiert sein.

Die maßvolle Reaktion der Führungskraft auf die Situation legt nahe, dass das Versagen der Fluggesellschaft kein Verstoß gegen die Richtlinien, sondern ein Versagen der grundlegenden Kommunikation war. Der Vorfall verdeutlicht, wie unflexible Richtlinien in Kombination mit schlechten Echtzeitaktualisierungen zu unnötig frustrierenden Erlebnissen für Passagiere führen können.

Zusammenfassend : Der Vorfall mit der Flugverspätung bei IndiGo verdeutlicht die Spannung zwischen den Richtlinien der Fluggesellschaft und der praktischen betrieblichen Realität. Obwohl die Fluggesellschaft ihre Richtlinien technisch befolgte, führte der Mangel an klarer Kommunikation und Sensibilität für den Kundenservice dazu, dass ein Passagier festsaß und einen öffentlichen Aufschrei auslöste.