Virgin Atlantic und WestJet haben die Gegenseitigkeit ihrer Treueprogramme erweitert und ermöglichen es Mitgliedern beider Programme, Prämien bei den Fluggesellschaften des anderen zu sammeln und einzulösen. Das hört sich zwar positiv an, doch die praktischen Vorteile, insbesondere für diejenigen, die eine Prämienkabine einlösen möchten, sind derzeit begrenzt.
Partnerschaftskontext
Angesichts der jüngsten Rückkehr von Virgin Atlantic zu den Strecken nach Toronto und der breiteren Branchenbeziehungen ist die Zusammenarbeit sinnvoll. Beide Fluggesellschaften operieren in Netzwerken, zu denen Air France-KLM und Delta gehören, wobei letztere sogar eine Beteiligung an WestJet hält. Diese Partnerschaft ist ein strategischer Schritt, um die Konnektivität zu verbessern und Vielflieger mehr Mehrwert zu bieten.
Einlösungsbeschränkungen
Der größte Nachteil ist der ungleiche Zugang zu Einlösungsmöglichkeiten. WestJet Rewards-Mitglieder dürfen von Virgin Atlantic vermarktete Flüge nur auf ausgewählten Strecken (Kapstadt, Dubai, Johannesburg und Malé) über London Heathrow einlösen.
Mitglieder des Virgin Atlantic Flying Club können theoretisch im gesamten Netzwerk von WestJet einlösen. Allerdings scheint es keine Verfügbarkeit für Business-Class-Prämien zu geben. Obwohl eine entfernungsbasierte Prämientabelle darauf hindeutet, dass Prämieneinlösungen möglich sind, bestätigen Anfragen beim Kundendienst von Virgin Atlantic, dass Langstreckensitze in der Business Class derzeit nicht mit Flying Club-Punkten buchbar sind.
Dies ist ungewöhnlich, wenn man bedenkt, dass WestJet aktiv mit anderen Fluggesellschaften zusammenarbeitet, Prämien für Premium-Kabinen jedoch scheinbar gänzlich blockiert. Die Realität ist, dass das eigene Treueprogramm von WestJet auf einem umsatzbasierten Modell basiert, was die Einlösung hoher Beträge selbst innerhalb des eigenen Ökosystems schwierig macht.
Die Enttäuschung über den Zugang zur Business Class
Die anfängliche Aufregung im Zusammenhang mit dieser Partnerschaft konzentrierte sich auf die Möglichkeit, Virgin Atlantic-Punkte für die Business Class von WestJet einzulösen, insbesondere auf Langstreckenstrecken. Dank Partnerschaften mit den wichtigsten übertragbaren Punktewährungen und häufigen Transferboni lassen sich Virgin Atlantic Flying Club-Punkte leichter sammeln.
Nach einem Test der Verfügbarkeit im Kontaktcenter von Virgin Atlantic wurde jedoch klar, dass Business-Class-Sitze nicht einlösbar sind. Während Economy-Prämien zugänglich sind, bleibt die Premium-Option gesperrt. Dieses Ergebnis ist enttäuschend, da es im WestJet-eigenen Programm keine praktikablen Möglichkeiten zur Prämieneinlösung gibt.
Fazit
Die erweiterte Treuepartnerschaft zwischen Virgin Atlantic Flying Club und WestJet Rewards bietet begrenzte Vorteile für diejenigen, die Punkte für Premiumreisen einlösen möchten. Zwar ist es jetzt möglich, bei beiden Fluggesellschaften Prämien zu verdienen, doch die mangelnde Verfügbarkeit der Business Class auf WestJet-Flügen untergräbt den vielversprechendsten Aspekt dieser Zusammenarbeit. Vorerst besteht das Wertversprechen nach wie vor stärker darin, etwas zu verdienen als einzulösen, insbesondere bei hochwertigen Kabinenklassen.


























