Bei einem tragischen Unfall am Flughafen LaGuardia am späten Sonntagabend kamen zwei Piloten von Air Canada ums Leben, nachdem ihr Regionalflugzeug auf Landebahn 4 mit einem Feuerwehrauto kollidierte. Bei dem Vorfall, der sich gegen 23:45 Uhr ereignete, wurden auch mehrere Passagiere und Ersthelfer verletzt, was zu einer vorübergehenden Schließung des Flughafens führte.

Die Abfolge der Ereignisse

Air Canada Express-Flug AC8646, ein CRJ-900, der aus Montreal ankam, rollte nach der Landung zum Stillstand, als er das Feuerwehrauto traf. Der Lastwagen versuchte, die Landebahn zu überqueren, um zu einem behinderten Flug der United Airlines (UA2384) zu gelangen, der aufgrund eines unerklärlichen Geruchs, der das Kabinenpersonal beeinträchtigte, zwei Starts abgebrochen hatte. Zeugen und Aufzeichnungen der Flugsicherung deuten darauf hin, dass der Fluglotse dem Feuerwehrauto die Überquerung gestattete und dann kurz vor dem Aufprall dringend versuchte, die Fahrt zu stoppen.

Die Kollision verursachte schwere Schäden an der Vorderseite des Air-Canada-Jets, der zu diesem Zeitpunkt mit einer Geschwindigkeit von etwa 24 Meilen pro Stunde flog. Die Piloten wurden sofort getötet. An Bord des Fluges befanden sich 72 Passagiere und 4 Besatzungsmitglieder. Ersten Berichten zufolge wurden mindestens 18 Flüge umgeleitet oder zu ihrem Ursprungsort zurückgebracht.

Controller erkennt Verantwortung an

Vom Kontrollturm veröffentlichte Audioaufnahmen zeigen ein offenes Eingeständnis eines Fehlers des diensthabenden Fluglotsen. In einem erschütternden Austausch mit einem verspäteten Frontier-Airlines-Flug erklärte der Fluglotse: „Ja, ich weiß. Ich war hier. Ich habe versucht, sie zu erreichen … ich habe es vermasselt.“ Berichten zufolge verwaltete der Controller den LaGuardia-Verkehr über Nacht selbstständig.

Dieses Eingeständnis wirft Fragen zur Personalausstattung und zum Arbeitsmanagement am Flughafen auf, insbesondere außerhalb der Hauptverkehrszeiten. Luftfahrtexperten wie JonNYC weisen darauf hin, dass der Fluglotse zum Zeitpunkt des Absturzes allein war.

Ermittlungen laufen

Die FAA und das NTSB haben Untersuchungen des Absturzes eingeleitet, um die Grundursache zu ermitteln. Zu den möglichen Faktoren gehören Steuerungsfehler, verzögerte Reaktion des Feuerwehrautos oder eine Kombination dieser Probleme. Die Wetterbedingungen wurden als mäßig beschrieben, mit leichtem Regen und schlechter Sicht.

Zwei Ersthelfer der Hafenbehörde im Feuerwehrauto erlitten Knochenbrüche, dürften sich aber erholen. Die Gesamtzahl der Verletzten bleibt unklar. Die Berichte reichen von elf ins Krankenhaus eingelieferten Passagieren bis hin zu „Dutzenden“ Verletzten insgesamt. Ursprünglich wurde erwartet, dass der Flughafenbetrieb bis Montagnachmittag eingestellt bleiben würde, doch die FAA hob den Bodenstopp früher als erwartet auf.

Dieser Vorfall unterstreicht die entscheidende Bedeutung einer klaren Kommunikation und präzisen Koordination zwischen Fluglotsen, Bodenpersonal und Piloten. Das Eingeständnis des Controllers ist zwar schockierend, verdeutlicht jedoch den Druck und das Potenzial für menschliches Versagen in Umgebungen mit hohem Risiko.