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American Airlines steht wegen angeblichen Lohndiebstahls vor einer Klage, es bestehen jedoch weiterhin rechtliche Hürden

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American Airlines wird von aktuellen und ehemaligen Kundendienstmitarbeitern wegen unbezahlter Arbeit und systematischem Zeitdiebstahl verklagt, der Fall steht jedoch vor erheblichen rechtlichen Herausforderungen. In der Klage wird behauptet, dass die Fluggesellschaft automatisch 30 Minuten pro Schicht für Essenspausen abgezogen habe, selbst wenn die Mitarbeiter aktiv arbeiteten, und ihnen so ununterbrochene Freizeit verweigerte. Darüber hinaus wird behauptet, dass die Ein- und Ausstempelzeiten in den USA so gerundet wurden, dass die Arbeitskräfte durchweg zu kurz kamen – manchmal um bis zu 14 Minuten pro Tag.

Der Kernvorwurf: Agenten waren verpflichtet, Kunden auch während geplanter Pausen zu unterstützen, wodurch diese Pausen praktisch zu unbezahlten Arbeitsstunden wurden. Berichten zufolge wurden die Manager über diese verpassten Pausen informiert, weigerten sich jedoch häufig, die Abzüge rückgängig zu machen, was bei einigen Mitarbeitern zu 0,5 bis 2,5 Stunden unbezahlter Arbeit pro Woche führte. Die Klage betrifft Arbeitnehmer ab dem 30. Januar 2020 gemäß dem Fair Labor Standards Act sowie eine vorgeschlagene Klasse für Mitarbeiter in Tennessee.

American Airlines ist jedoch möglicherweise keinem nennenswerten Risiko ausgesetzt. Der Fair Labor Standards Act befreit Fluglinienmitarbeiter vom Überstundenschutz nach dem Railway Labour Act, und das Unternehmen hat bereits ähnliche Fälle gewonnen. Die Fluggesellschaft wird wahrscheinlich argumentieren, dass es sich bei etwaigen Lohnunterschieden eher um Einzelfälle als um ein systemisches Problem handele.

Wichtige rechtliche Hindernisse: Es wird schwierig sein, den Fall als Sammelklage zu beweisen. Um Erfolg zu haben, müssen Kläger konsistente, unternehmensweite Praktiken des Lohndiebstahls nachweisen, nicht nur Einzelfälle. Sie bräuchten Beweise dafür, dass Manager gültige Pausenansprüche systematisch ignorierten und dass die Zeiterfassungspraktiken der Amerikaner bewusst darauf ausgelegt waren, die Arbeiter zu unterbezahlen. Fehlt ein entscheidender Beweis, kann es zu Einzelstreitigkeiten kommen.

Darüber hinaus ist der Anspruch in Tennessee aufgrund bestehender Gewerkschaftsverträge für Fahrgastdienstleister wahrscheinlich durch das Railway Labour Act ausgeschlossen. Dies macht es schwierig zu argumentieren, dass Amerikaner gegen staatliche Gesetze in Bezug auf Pausen und Löhne verstoßen haben.

Der breitere Kontext: Klagen wegen unbezahlter Arbeit kommen in der Luftfahrtbranche immer häufiger vor. Flugbegleiter von Southwest klagen wegen der Bezahlung des Boardings, Flugbegleiter von United behaupten Lohnverstöße und Mitarbeiter des Delta Sky Club LAX behaupten, dass sie für Sicherheitskontrollen keine Entschädigung erhalten. Während sich diese Fälle häufig auf Landesgesetze stützen, die im Widerspruch zu Bundesvorschriften oder Gewerkschaftsvereinbarungen stehen, stellt die Klage von American Airlines einen direkteren Anspruch auf Lohndiebstahl dar – Arbeit in den Pausen und Unterschreitung der Arbeitszeit.

Ob die Kläger die rechtlichen Hürden überwinden und ein systematisches Muster des Lohndiebstahls nachweisen können, bleibt abzuwarten. Wenn die Behauptungen wahr sind, zeigt der Fall ein ernstes Problem der Ausbeutung von Arbeitnehmern. Um dies jedoch in eine zertifizierte Sammelklage umzuwandeln, sind erhebliche Beweise und rechtliches Manöver erforderlich.

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